Zwei Jahre durfte ich die 6. Klasse aus Inwil im Religionsunterricht unterrichten. Diesen Juli machte sich die Klasse auf den Weg in die eigene Zukunft. 

In den zwei Jahren ermutigte ich die Schülerinnen und Schüler, sich auf den Weg zu machen und dabei nicht auf die Gefahren zu blicken die sich am Wegrand versteckten, sondern auf die Möglichkeiten, die es zu entdecken gibt. Der Glauben an die eigene Kraft sollte gestärkt werden. Weniger Zögern, Schweigen und Abwarten umso mehr wollte ich das Vertrauen, das Wagnis, und die Kühnheit stärken. Zum Beispiel mit den Themen Klimawandel, Rassismus, Angst, Mut, Respekt lernten die Schülerinnen und Schüler ihre eigene Meinung zu bilden und selbstbewusst zu diskutieren. Wichtiger als Einigkeit waren deshalb Toleranz und Respekt, so dass sich jeder entfalten konnte. 

Geheimnisvoll und allgegenwärtig, gegensätzlich und doch zusammengehörig, faszinierend und ein wenig beängstigend erlebten die Schüler die Nachtwallfahrt mit den vier Elementen Wasser, Feuer, Luft und Erde. Diese Nacht war ein Highlight für alle, welche sich gemeinsam ins Dunkle auf den Weg gemacht haben. 

Bevor sich jeder vor den Sommerferien auf den eigenen Weg in die Zukunft begab, verabschiedete ich die stolzen Mädchen und Jungen, mit einem Abschiedsritual, einem Geschenk und dem Spruch:

Glaube an dich, folge deinem Herzen, sei mutig, vertraue auf deine Stärken und geniesse die kleinen Dinge und höre niemals auf zu träumen.